100.000 Euro - Spende für Lernbüros und Lehrschwimmbecken

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde haben die „Gemeinnützige Gesellschaft Günther Blauw und die Bürgerstiftung Ertingen zwei Schecks im Gesamtwert von 100 000 Euro an die Gemeinde Ertingen für die Michel-Buck-Gemeinschaftsschule übergeben. 30 000 Euro sind für das Lehrschwimmbecken und 70000 Euro für Lernbüros an der Schule bestimmt. Mit Freude und Dank nahm Rektor Markus Geiselhart die Schecks entgegen.

Neben der Unterstützung verschiedener Forschungsprojekte gehört auch die Bürgerstiftung Ertingen zum sozialen Engagement der Familie Blauw. Seit drei Generationen ist Familie Blauw in Ertingen ansässig und seit langer Zeit unternehmerisch tätig. Als Zeichen der Verbundenheit mit der Region ist dieses Spende ein deutliches Signal für deren Förderung sozialer Zwecke. Seit mehr als 30 Jahren unterstützt Familie Blauw viele Projekte, die mit der Fortbildung der Jugend zusammenhängen, so etwa auch das Schüler-Forschungszentrum in Bad Saulgau.

Mit der Summe von insgesamt 100 000 Euro möchte Familie Blauw eine Anschubfinanzierung leisten, die der Michel-Buck-Gemeinschaftsschule Ertingen zugute kommen soll. „Gerade im ländlichen Raum brauchen Handwerk und Industrie gut ausgebildeten Nachwuchs“, unterstrich Günther Blauw die Zielsetzung der Spenden. „Auch muss jedes Kind schwimmen können“, betonte er. Daher sei ein Lehrschwimmbecken eine grundlegende Voraussetzung für eine tragfähige Schule. Allerdings habe man den Scheck über 30 000 Euro erst freigegeben, nachdem der Ertinger Gemeinderat für den Schwimmbadbau grünes Licht erteilt habe.

„Ein Lehrschwimmbecken in einer so großen Schule wie Ertingen ist ein Stück Zukunft für die Schule“, unterstrich Blauw. Ähnliches gelte für den schulischen Zusammenschluss mit Herbertingen, der ebenfalls erst unter Dach und Fach sein musste. Neu zu erstellende Lernbüros, die mit 70 000 Euro gefördert werden, seien ein wichtiger Schritt, da sich die Ertinger Schule als wichtiger Partner für Betriebe und Unternehmer in der Region verstehe. So konnte in den letzten fünf Jahren der Anteil der Schüler, die mit einem Hauptschulabschluss direkt in die Berufsausbildung gehen, vervierfacht werden.

Nach Günther Blauws Wunsch solle die Michel-Buck-Gemeinschaftsschule Ertingen „eine herausragende Funktion im ländlichen Raum einnehmen“. Bei den derzeit so niedrigen Zinsen sei Kapital, das in die schulische Förderung der Jugend investiert werde, am besten angelegt, war auch aus dem Kreis des anwesenden Stiftungsrats zu hören.

Bürgermeister Jürgen Köhler zeigte sich sehr erfreut über die äußerst großzügige Spende für die Schule seiner Gemeinde. „Das Geld ist gut angelegt, denn die Jugend ist unsere Zukunft“, betonte er. Die Ertinger Schule sei bereits mehrfach ausgezeichnet worden, die Anmeldungen für das neue Schuljahr würden passen und auch mit Blick auf das Lehrschwimmbecken seien Ausschreibungen auf einem guten Weg. Damit könne der Schwimmbadbau eigentlich beginnen. Köhlers ausdrücklicher Dank galt der Gemeinnützigen Gesellschaft Blauw ebenso wie der Bürgerstiftung Ertingen, die beide mit dem Namen Blauw aufs Engste verbunden sind.

Rektor Markus Geiselhart zeigte sich überwältigt von Blauws Spendenbereitschaft. Wesentliche Bestandteile der Schule wie individuelles Lernen könnten dadurch vermehrt und gezielt umgesetzt werden. Lernbüros als Signale der Zukunft wie auch das Lehrschwimmbecken hätten beim Kollegium ebenfalls große Freude ausgelöst: „Das ist ein äußerst positiver Paukenschlag am Ende eines guten Schuljahres“, stellte Geiselhart voll Freude fest. Er bedankte sich herzlich bei Familie Blauw im Namen der Kinder, der Eltern und des Lehrerkollegiums und nahm strahlend die beiden Schecks entgegen.

Artikel: Kurt Zieger, Ertingen, SZonline

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